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Ultrarunner auf einem Bergtrail bei Sonnenaufgang mit Blick über die Alpen

Running

ULTRA RUNNING – Früher vs Heute

Zwischen Abenteuer, Hype und Hightech

Früher war alles besser? Auch das Ultra Running? Zumindest hat sich das ganze Thema deutlich verändert. Jeder kann sich von einer KI einen Trainingsplan erstellen lassen. Das absolute Nischen Thema Backyard Ultra ist plötzlich Mainstream und wird live auf Social Media übertragen. Und auch wenn man die Ultra Prominenz wie Kim Gottwald mit Old-School Legenden wie Kilian Jornet vergleicht sieht man einen deutlichen Unterschied. Oder fühlt man ihn nur?

Ultrarunner beim Laufen durch Sanddünen in einer kargen Wüstenlandschaft

Ultrarunning früher und heute: Was hat sich bei Ultra-Rennen verändert?

Wir haben Lord Jens Kramer (einen echten Veteranen des Ultra Running) ein paar Fragen darüber gestellt, wie sich die Sportart aus seiner Sicht verändert hat. Wir wollten wissen was bei Events jetzt anders ist, woher der Hype eigentlich kommt und welche Schattenseite der Boom mit sich bringt.

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Alles für dein Ultra Running Abenteuer

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Run Ultralight Compression Socks
Gender: women | Farbe: black | Größe: 35-37 | Wadenumfang: S
Dank Targeted Compression Zones bekommen Deine Muskeln den entscheidenden Boost, wenn sie ihn brauchen. Die Run Ultralight Compressions Socks sind unsere Laufstrümpfe für höchste Performance. Die ultraleichten Socken sorgen für eine optimale Belüftung, passen sich wie eine zweite Haut an deinen Fuß an und sorgen auch bei warmem Klima für hohen Komfort. Optimales Energiemanagement und hohe Atmungsaktivität durch weitmaschiges Gestrick Die Run Ultralight Compression Socks vereinen die besten Eigenschaften leichter Sportkompressionsstrümpfe: Das ultradünne Gestrick ist besonders atmungsaktiv und sorgt so für ein angenehmes Laufgefühl – auch an wärmeren Tagen. Eingearbeitete Kompressionszonen unterstützen die Muskulatur in der Wade und stabilisieren Sprunggelenk und Fuß. An der Wade regen einzigartige Kompressionszonen die Durchblutung an. Dadurch ermüden die Muskeln beim Laufen langsamer und es bleiben mehr freie Energiereserven. Schutz vor Überlastung bietet die „Infinity Zone“: Sie hebt das Fußgewölbe leicht an und unterstützt durch leichten Druck das Sprunggelenk. Die Komfortzonen „Relief Sole“ und „Heel Protection“ schonen die Fußsohle und reduzieren die Druckbelastung auf die Ferse beim Aufsetzen des Fußes im Laufschuh. Die Aussparung „Achilles Comfort“ entlastet die Achillessehne und beugt Überreizungen an diesem empfindlichen Bereich vor. Die richtige Größe der Run Ultralight Compression Socks wird anhand der Schuhgröße und des Wadenumfangs an der stärksten Stelle bestimmt. Dadurch sitzen die Sportkompressionsstrümpfe passgenau auf der Haut und wirken optimal. Sie werden unter höchsten Qualitätsstandards in Deutschland gefertigt.

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Trail Run Mid Cut Socks
Gender: women | Farbe: grey | Größe: 35-38
Die besonders kraftvolle „Infinity Zone X-TREME“ bietet Dir optimalen Schutz vor Überlastung, weil sie Sprunggelenk und Fußgewölbe schont. Die spezielle Kompressionszone am Knöchel sorgt für ein Plus an Stabilität und entlastet gezielt die enorm beanspruchten Bereiche Deines Fußes beim Lauf. Höheres Stabilitätsgefühl dank „Infinity Zone X-TREME“ Die Trail Run Mid Cut Socks unterstützen mit spezifischen Kompressions- und Komfortzonen das Laufen im Gelände. Sie wurden eigens für das Trailrunning in Zusammenarbeit mit professionellen Trail-Läufern entwickelt und bieten durch die „Infinity Zone X-TREME“ mit einer verstärkten Kompression im Bereich des Sprunggelenks ein erhöhtes Stabilitätsgefühl. Dies fördert einen sicheren und runden Tritt auch abseits der üblichen Wege. Mittellange Trailrunning-Socken mit smarten Funktionszonen Die Komfortzonen „Downhill Comfort“, „Toe Comfort“, „Heel Comfort“, und „Air Channel Sole“ bieten dank spezifischen Materialverstärkungen angenehmen Tragekomfort in der aktiven Bewegung. Insbesondere beim steilen Bergab-Laufen reduzieren die polsternden Elemente den Druck auf Zehen, Sohle und Fußbeuge. Die „Air Channel Sole“ bietet dank Lüftungskanälen hohe Atmungsaktivität und fördert gleichzeitig die Rutschfestigkeit im Schuh. Für die korrekte Größenauswahl ist die Schuhgröße zu bestimmen. Die Trail Run Mid Cut Socks in sportlichem Design sind langlebig, atmungsaktiv und bei 40°C waschbar. Sie werden unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards gefertigt.

Durchschnittliche Bewertung von 4.7 von 5 Sternen

Trail Run Compression Socks
Gender: women | Farbe: peach | Größe: 35-38 | Wadenumfang: M
Dank Targeted Compression bekommen Deine Muskeln den entscheidenden Boost, wenn sie ihn brauchen. Zonenspezifische Kompression für mehr Power auf langen Trails Die Trailrunning-Socken unterstützen mit spezifischen Kompressions- und Komfortzonen das Laufen im Gelände. Sie wurden eigens für das Trailrunning in Zusammenarbeit mit professionellen Trail-Läufern entwickelt und bieten durch die „Infinity Zone X-TREME“ mit einer verstärkten Kompression im Bereich des Sprunggelenks ein erhöhtes Stabilitätsgefühl. Dies fördert einen sicheren und runden Tritt auch abseits der üblichen Wege.Die zonenspezifische Wadenkompression steigert die Effizienz der Muskulatur. So ermüden die Waden langsamer und bleiben auf langen Strecken leistungsfähiger. Trailrunning-Socken mit cleveren Funktionszonen Die Komfortzonen „Downhill Comfort“, „Toe Comfort“, „Heel Comfort“, und „Air Channel Sole“ bieten dank spezifischen Materialverstärkungen angenehmen Tragekomfort in der aktiven Bewegung. Insbesondere beim steilen bergab Laufen reduzieren die polsternden Elemente den Druck auf Zehen, Sohle und Fußbeuge. Die „Air Channel Sole“ bietet dank Lüftungskanälen hohe Atmungsaktivität und fördert gleichzeitig die Rutschfestigkeit im Schuh. Für die korrekte Größenauswahl sind die Schuhgröße und der Wadenumfang zu bestimmen. Die Trail Run Compression Socks in sportlichem Design sind langlebig, atmungsaktiv und bei 40°C waschbar. Sie werden unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards gefertigt.
Run Performance Compression Socks
Gender: women | Farbe: white | Größe: 35-38 | Wadenumfang: S
Die Run Performance Compression Socks sind gemacht für alle, die beim Laufen nicht nur Kilometer machen, sondern Leistung bringen wollen. Targeted Compression und 3D Dots unterstützen die Wadenmuskulatur durch gezielte Stimulation. Das fördert die Durchblutung und gibt dir so mehr Leistungsvermögen und Effizienz. Intelligent platzierte Polsterzonen und atmungsaktives High-Performance-Gestrick bringen genau das mit, was du für deinen Run brauchst: Support, Komfort und Frische. Vom Start bis ins Ziel. Im Mittelfußbereich sorgt die Arch Support Zone für Stabilität und unterstützt dein Fußgewölbe. Das bringt bessere Kraftübertragung und ein dynamischeres Laufgefühl. Anatomische Komfortzonen entlasten gezielt Ferse, Zehen sowie Achillessehne. So wird jeder Schritt effektiv in Vortrieb umgesetzt und gleichzeitig das Verletzungsrisiko gesenkt. Die Ventilation Knit Technologie am Spann hält deine Füße frisch. Es lässt die Luft zirkulieren, reduziert Reibung und hilft Blasen zu vermeiden. Besonders bei intensiven Sessions oder langen Läufen profitierst du davon. Dank optimiertem Größensystem sitzen die Socken wie angegossen und bleiben bei allen Bewegung an Ort und Stelle. Die neuen Run Performance Compression Socks: Built to run. Built to back you up.
Run Performance Low Cut Socks
Gender: women | Farbe: black | Größe: 35-38
Die Run Performance Low Cut Socks sind gemacht für alle, die beim Laufen nicht nur Kilometer machen, sondern Leistung bringen wollen. Intelligent platzierte Polsterzonen und atmungsaktives High-Performance-Gestrick bringen genau das mit, was du für deinen Run brauchst: Support, Komfort und Frische. Vom Start bis ins Ziel. Im Mittelfußbereich sorgt die Arch Support Zone für Stabilität und unterstützt dein Fußgewölbe. Das bringt bessere Kraftübertragung und ein dynamischeres Laufgefühl. Anatomische Komfortzonen entlasten gezielt Ferse, Zehen sowie Achillessehne. So wird jeder Schritt effektiv in Vortrieb umgesetzt und gleichzeitig das Verletzungsrisiko gesenkt. Die Ventilation Knit Technologie am Spann hält deine Füße frisch. Es lässt die Luft zirkulieren, reduziert Reibung und hilft Blasen zu vermeiden. Besonders bei intensiven Sessions oder langen Läufen profitierst du davon. Dank optimiertem Größensystem sitzen die Socken wie angegossen und bleiben bei allen Bewegung an Ort und Stelle. So kannst du beim Laufen auf Komfort setzen, ohne auf Stil zu verzichten. Pro-Tipp: In Kombination mit den Run Performance Compression Sleeves entsteht ein perfekt abgestimmtes System für dein Lauftraining, vom Fußgewölbe bis zur Wade. Je nach Bedarf kannst du die Run Performance Compression Sleeves zu deinen Run Performance Low Cut Socks ergänzen. Die Run Performance Low Cut Socks: Built to run. Built to back you up.

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sports Compression Sleeves Arm
Farbe: rivera | Größe: S | Länge: short
Die Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt, bleibt leistungsfähiger und regeneriert schneller. Durch die angeregte Blutzirkulation erwärmt sich außerdem die Armmuskulatur zügig und ist so besser vor Verletzungen geschützt. Die Sleeves im sportlichen Design sind paarweise erhältlich, strapazierfähig, atmungsaktiv und für mehr Tragekomfort extra weich an der Ellenbeuge. Sie sind bei 40°C waschbar. Für die Auswahl der richtigen Größe sind der Umfang am Handgelenk, der Umfang am Oberarm in Höhe des Achselbereiches sowie die Armlänge vom Handgelenk bis zur Achselhöhle zu bestimmen.

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sports Ankle Support Dynamic
Ob Laufen, Walken, Fitness- oder Outdoorsport: Die strapazierfähige Sprunggelenksbandage wirkt Überlastungsbeschwerden entgegen, fördert bei Training und Wettkampf ein sicheres Laufgefühl. Die unterschiedlichen Gestrickzonen begünstigen mit einer leichten Kompression die Tiefenwahrnehmung. Diese Stimulation triggert ein positives sensomotorisches Feedback im Sprunggelenk und regt die Durchblutung sowie den Stoffwechsel an: Der Bandapparat wird entlastet, die stabilisierende Muskulatur im Fuß schneller angesteuert und die Gelenkkoordination somit deutlich verbessert. Das Gestrick der Sports Ankle Support Dynamic ähnelt einem feinen Netz aus luftigen Maschen und besteht aus atmungsaktivem, strapazierfähigem Material. Die Bandage bietet am Sprunggelenk einen hohen Tragekomfort. Das hautfreundliche Material sitzt bequem und schnürt dank druckfreiem Rand nicht ein. Sie ist besonders leicht, und optimal für den Sport geeignet. Ihre anatomische Passform gewährt sicheren Sitz bei maximaler Bewegungsfreiheit. Produkt ist nicht durch Krankenkassen erstattungsfähig.

Durchschnittliche Bewertung von 4.9 von 5 Sternen

Sports Compression Sleeves Lower Leg
Farbe: rivera | Größe: S | Länge: short
Die Muskulatur wird besser mit Sauerstoff versorgt, bleibt leistungsfähiger und regeneriert schneller. Durch die angeregte Blutzirkulation erwärmt sich außerdem die Unterschenkelmuskulatur zügig und ist so besser vor Verletzungen geschützt. Die Sleeves im sportlichen Design sind paarweise erhältlich, strapazierfähig, atmungsaktiv und sitzen perfekt durch den extra breiten Abschlussrand. Sie sind bei 40°C waschbar. Für die Auswahl der richtigen Größe sind der Umfang oberhalb des Knöchels, der Wadenumfang an der dicksten Stelle sowie die Unterschenkellänge bis zur Kniekehle zu bestimmen.

Vom Nischensport zum Hype: Warum Ultrarunning immer beliebter wird

1. Wenn du an dein erstes Ultra Rennen vor vielen Jahren zurück denkst und an dein letztes Ultra Event vor wenigen Wochen: Was nimmst du für Unterschiede am Start und auf der Strecke wahr? 

Mein erstes Ultrarennen ist definitiv schon ein Weilchen her – und Selfies, Livetracking oder Kameras an jeder Ecke gab es damals definitiv noch nicht. 😂 Heute ist das Bild an der Startlinie ein ganz anderes. Das mediale Interesse ist enorm. Überall sind Kameras, Drohnen und Livestreams, und vieles wird praktisch direkt zu den Menschen nach Hause übertragen. Das ist natürlich faszinierend. Gleichzeitig entsteht dadurch aber auch ein anderer Druck. Man weiß, dass ständig irgendwo eine Kamera auf einen gerichtet sein könnte. Und natürlich entsteht dadurch auch der Wunsch, sich selbst ein bisschen in Szene zu setzen – obwohl man sich bei einem Ultra vielleicht besser auf das konzentrieren sollte, was gerade vor einem liegt. 

Man kommt vielleicht manchmal etwas weniger zu sich selbst. Auf der Strecke merkt man außerdem, dass die Leistungsdichte deutlich höher geworden ist. Die Rennen werden schneller und professioneller. Kleine Fehler beim Pacing, bei der Ernährung oder bei der Renneinteilung können dich heute ziemlich schnell viele Plätze kosten. Trotzdem ist die Faszination ungebrochen. Und wenn ich an der Startlinie stehe und all diese unglaublich fitten und wagemutigen Menschen sehe, denke ich mir manchmal schon: „Was mache ich eigentlich hier?“ 😂

Ultrarunner beim steilen Aufstieg mit Laufstöcken auf einem alpinen Bergtrail

2. Abgesehen von den Events: Wo fallen dir generell Unterschiede noch auf? 

Eigentlich überall. 

Ultra Running ist von einem ziemlichen Nischensport zu einem Thema geworden, das immer mehr Menschen erreicht. Social Media hat dabei natürlich unglaublich viel verändert. Heute kann sich jeder Trainingspläne erstellen lassen, Rennen verfolgen, sich über Ausrüstung informieren und sich innerhalb kürzester Zeit ein enormes Wissen aneignen. Auch die Ausrüstung und die gesamte Infrastruktur rund um den Sport haben sich weiterentwickelt. Früher war vieles einfacher. Man hatte seine Schuhe, einen Rucksack, etwas Verpflegung und ist losgelaufen. Heute gibt es GPS-Uhren, Livetracking, Leistungsdaten, ausgeklügelte Ernährung, spezielle Kleidung, Carbon und gefühlt für jedes Problem noch ein eigenes kleines Produkt. 😂 Und auch die Veranstaltungen selbst sind größer geworden. Expo, Aussteller, Fotoservice, Livetracking, Unterhaltung und alles, was sonst noch dazugehört. Eigentlich braucht man für einen Ultra gar nicht so wahnsinnig viel. Man möchte ja eigentlich nur laufen. Aber inzwischen ist daraus vielerorts ein regelrechtes Spektakel geworden.

Lord Jens Kramer beim Trailrunning mit Stöcken beim Sprung über Felsen im Hochgebirge

3. Wann hast du gemerkt das sich da deutlich was verändert hat? 

Ich glaube, das war kein einzelner Moment. Es war eher ein schleichender Prozess. Mit dem Internet und später vor allem mit Social Media wurde plötzlich alles sichtbar. Rennen, Trainings, Ergebnisse, Ausrüstung, Athleten und natürlich auch deren persönliches Leben. Dann kamen Livetracking, Livecams und Drohnen dazu. Plötzlich konnte man bei einem Rennen praktisch jeden Schritt verfolgen. Und irgendwann habe ich gemerkt: Es gibt kaum noch ruhige Momente. Auch die Entwicklung der Rennen selbst hat mir gezeigt, dass sich etwas verändert hat. Die Leistungsdichte wurde immer größer und aus einem Abenteuer wurde teilweise immer mehr ein Hochleistungssport. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Aber es verändert eben die Wahrnehmung. Und manchmal vermisse ich ein bisschen dieses einfache Gefühl von: Schuhe an, Rucksack auf und los.

Warum erlebt Ultrarunning einen solchen Boom und wird er bleiben?

4. Was denkst du wie es zu dem Hype kam? 

Ich glaube, dass mehrere Dinge zusammengekommen sind. 

Ultra Running bietet unglaublich gute Bilder und Geschichten. Menschen laufen hunderte Kilometer durch spektakuläre Landschaften, durch die Nacht, über Berge und manchmal unter Bedingungen, bei denen sich normale Menschen fragen, ob das überhaupt noch freiwillig ist. Das fasziniert. 

Dazu kommen die sozialen Medien. Heute kann jeder diese Geschichten unmittelbar miterleben. Früher hat man vielleicht am nächsten Tag erfahren, wer ein Rennen gewonnen hat. Heute kann man einen Athleten praktisch rund um die Uhr begleiten. Dazu kommen neue Ikonen und Persönlichkeiten, die dem Sport ein Gesicht geben. Und natürlich lieben Menschen Geschichten über Grenzen. Jemand läuft 100, 200 oder 300 Kilometer und überschreitet dabei seine eigenen Grenzen – das ist einfach eine Geschichte, die funktioniert. Der Hype ist deshalb für mich durchaus nachvollziehbar. Und solange Menschen dadurch Lust bekommen, selbst rauszugehen und etwas zu erleben, finde ich das grundsätzlich positiv.

5. Hat sich Ultra Running generell verändert oder ist das nur eine Phase? 

Ich glaube nicht, dass das nur eine Phase ist. Wie jeder Sport entwickelt sich auch Ultra Running weiter. Irgendwann wird fast alles auf die Spitze getrieben. Neue Trainingsmethoden, neue Technologien, neue Wettkampfformate und immer bessere Leistungen – das ist wahrscheinlich einfach der Lauf der Dinge. Wer sich anpassen kann, kommt damit gut zurecht. Wer nicht, bleibt vielleicht irgendwann ein Stück weit auf der Strecke. Aber man kann sich zum Glück auch selbst immer wieder neu erfinden. Ich muss nicht jede Entwicklung mitmachen, nur weil sie gerade existiert. Ich kann selbst entscheiden, was davon zu mir passt und was nicht. Und vielleicht ist genau das heute wichtiger denn je.

Lord Jens Kramer beim Ultrarunning auf einer Holzbrücke vor einem Wasserfall

Das Gute, das Schlechte und das Bittere am neuen Ultra-Running Hype

6. Wo siehst du Gefahren bei dem ganzen Hype? 

Die größte Gefahr sehe ich darin, dass Menschen das, was sie im Internet sehen, mit der Realität verwechseln. Ein Ultra sieht auf Instagram oft fantastisch aus. Sonnenaufgang, Berge, lächelnde Läufer und am Ende ein schönes Zielfoto. Was man nicht sieht, sind die Jahre an Training, die Erfahrung, die Vorbereitung und manchmal auch die vielen schlechten Momente. Berge sind keine Instagram-Kulisse. Ich finde es deshalb bedenklich, wenn Menschen unvorbereitet an solche Herausforderungen herangehen, ohne die notwendige Ausrüstung oder ohne Grundkenntnisse über das Gelände und die Wetterverhältnisse. Nicht alles, was im Internet leicht und schön aussieht, ist auch leicht und schön. Manche Dinge brauchen Jahre an Erfahrung. Ein Ultra darf extrem sein. Aber extrem bedeutet für mich nicht, dass man jede Vernunft ausschalten muss.

7. Viele reden jetzt auch offen über den Einsatz von Schmerzmitteln, Koffeintabletten und co. Wie siehst du diese Entwicklung? 

Ich finde es grundsätzlich gut, dass darüber gesprochen wird. Auch ich spreche darüber und deshalb möchte ich niemanden vorschnell verurteilen. Aber ich finde, wir müssen aufpassen, wo die Grenze liegt. Wenn Schmerz nur noch ein Signal ist, das man mit irgendwelchen Mitteln ausschaltet, wird es gefährlich. Schmerz ist manchmal eben nicht der Gegner, sondern die Information des Körpers, dass etwas nicht stimmt. Auch bei Koffein oder anderen leistungssteigernden Mitteln sollte man meiner Meinung nach sehr bewusst damit umgehen. Es sollte möglich sein, einen Ultra zu schaffen, ohne seinen Körper dafür völlig auszutricksen. Die Risiken sind einfach zu groß. Am Ende reden wir immer noch über Sport. Kein Ziel und keine Platzierung ist es wert, dafür die eigene Gesundheit oder im schlimmsten Fall das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. Der Berg wartet. Das Ziel wartet. Wir müssen nicht schneller sein als unsere Vernunft.

8. Hat der Ultra Hype aber trotzdem auch positive Facetten? 

Auf jeden Fall. Und davon sogar sehr viele. 

Ich finde es großartig, wenn Menschen durch diesen Sport die Natur entdecken. Wenn jemand durch Ultra Running anfängt, mehr draußen unterwegs zu sein, sich zu bewegen und seinen eigenen Körper wieder ganz anders wahrzunehmen. Das ist für mich eine sehr positive Entwicklung. Der Sport zeigt Menschen, dass viel mehr möglich ist, als sie vielleicht selbst gedacht haben. Und dabei muss es nicht einmal ein 100-Kilometer-Rennen sein. Es reicht auch, einfach rauszugehen und eine Runde zu laufen, zu wandern oder einen Berg zu besteigen. Geht raus und macht etwas. Egal was. Hauptsache, ihr bewegt euch. Die Natur interessiert sich sowieso nicht dafür, welche Pace ihr gelaufen seid. 😉

Lord Jens Kramer beim Ultrarunning auf einem steinigen Trail im alpinen Gelände

Ist das noch Ultra Running? Und was bleibt vom Hype?

9. Kannst du dich mit dem aktuellen Bild von Ultra Running noch identifizieren? 

Ja, absolut. Aber vielleicht mit meiner eigenen Definition davon.

Ich war eigentlich schon immer so unterwegs. Meine ersten langen Läufe habe ich bereits mit den ersten Handykameras begleitet und für mich selbst Fotos gemacht. Damals wusste ich natürlich noch nicht, dass daraus einmal so etwas entstehen würde. Aber ich habe schon damals das Potenzial erkannt, Geschichten über diese Erlebnisse zu erzählen. Heute gibt es dafür natürlich ganz andere Möglichkeiten. Social Media, Videos, Drohnen, Livestreams und all die technischen Möglichkeiten finde ich zum Teil großartig. Ich kann Menschen mitnehmen, die vielleicht selbst nie an diesen Orten sein werden. Aber ich möchte dabei trotzdem nicht vergessen, warum ich überhaupt angefangen habe. Ich möchte erleben. Nicht nur dokumentieren. Ich möchte laufen. Nicht nur Content produzieren. Und ich möchte auch einmal das Handy weglegen können und einfach nur irgendwo auf einem Berg stehen. Wobei ich zugeben muss: Ganz ohne Foto komme ich natürlich auch heute nicht mehr nach Hause. 😂

10. Was wünscht du dir wie es mit der Entwicklung weitergeht? 

Ich wünsche mir, dass sich der Sport weiterentwickelt, ohne seine Seele zu verlieren. Dass jeder seinen Sport so ausleben kann, wie er möchte. Natürlich braucht es Regeln, Sicherheit und eine vernünftige Vorbereitung. Ein Ultra ist schließlich kein Sonntagsspaziergang. Aber es sollte für jeden, der gut vorbereitet ist, möglich sein, seinen persönlichen Traum vom Ultra zu verwirklichen. Ich wünsche mir, dass der Zugang zum Sport nicht immer komplizierter wird und man irgendwann nicht nur noch über Qualifikationen, Punkte, Indizes, Rankings und Geld an der Startlinie stehen kann. Nicht jeder muss Profi sein. Nicht jeder muss einen bestimmten Index haben. Nicht jeder muss Sponsoren haben. Manchmal reicht es einfach, einen Traum zu haben und bereit zu sein, dafür zu arbeiten. Und am Ende wünsche ich mir eigentlich nur eines: Dass jemand an der Startlinie steht, losläuft, unterwegs vielleicht ein paar Mal denkt: „Warum zur Hölle mache ich das eigentlich?“ … und dann irgendwann mit einem breiten Grinsen über die Ziellinie läuft. Denn genau dieses Gefühl sollte Ultra Running für mich niemals verlieren. Das Abenteuer gehört immer noch dem Menschen. Nicht dem Algorithmus. Nicht der Uhr. Nicht dem Livestream. Dem Menschen.

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Gender: women | Farbe: white | Größe: 35-38 | Wadenumfang: S

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